Wildseide
Über unsere Wildseide
Wildseide verwenden wir als gewebten Stoff mit natürlichen Unregelmäßigkeiten und Garnverdickungen, im Winter gelegentlich auch als Mischung mit Wolle. Durch die kurzen Fasern ähnelt sie in Aussehen und Griff eher Wolle. Sie besitzt nicht den Glanz anderer Seidenarten und hat eine deutlich stärkere Textur. Da Seide reich an Proteinen und Aminosäuren ist, kann sie Haut und Haar mit Feuchtigkeit versorgen; sie ist zudem hypoallergen und antibakteriell. Wildseide stammt von Seidenraupen, die in freier Natur leben. Ihre Herstellung wird auch als gewaltfrei bezeichnet, wenn die Faser gewonnen wird, ohne die Raupe zu töten. Etwa 30 Tage lang wächst die Raupe und frisst Blätter, bis sie ihre endgültige Größe erreicht. Anschließend spinnt sie in weiteren 15 Tagen ihren Kokon. Nachdem der Falter den Kokon verlassen hat, wird die Seide gesammelt und zu Garn verarbeitet.
Unsere Seide kommt von Farmen in China, zu denen unser Stofflieferant langjährige Beziehungen unterhält und die er regelmäßig besucht. Die dortigen Gemeinschaften haben einen sich selbst erhaltenden Kreislauf aufgebaut: Seidenabfälle füttern Fische in nahegelegenen Teichen, deren Schlamm wiederum Maulbeerbäume düngt, von denen sich die Seidenraupen ernähren. Die Seidenherstellung ist aufwendig und erfordert viel Sorgfalt. Die Seidenraupenzucht beschäftigt traditionell ländliche Bevölkerungen, wobei der Großteil der Einnahmen den Landwirten zugutekommt. Sie ist auch als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Waschen Sie Seide so selten wie möglich; aufgrund ihrer selbstreinigenden Eigenschaften können wenige Wäschen pro Jahr ausreichen. Um den ursprünglichen Glanz, die Farbe und das empfindliche Material zu schonen und Abnutzung zu vermeiden, empfehlen wir eine chemische Reinigung.