Durch Kreativität Sinn finden mit Julian Wells-Gordon

In dieser Folge von Community Conversations hatten wir das Vergnügen, mit Julian Wells-Gordon zu sprechen, einem vielseitigen Kreativen, Stylisten und Model, der uns an seiner inspirierenden Reise in die Modewelt teilhaben ließ. Im Laufe unseres Gesprächs erzählte Julian von seinen Erfahrungen – von seiner Kindheit in Detroit über seinen Weg als Model und Stylist bis hin zur Bedeutung, sich selbst treu zu bleiben. Seine Offenheit, seine kreative Vision und seine Hingabe an sein Handwerk waren erfrischend und hinterließen bei uns wertvolle Gedanken über das Leben, die eigene Bestimmung und Selbstausdruck.

Julians kreative Reise begann mit seiner ersten großen Liebe – dem Tanz. Im Alter von nur sieben Jahren begann er, wettbewerbsmäßig zu trainieren, und tanzte während seiner gesamten Kindheit und Jugend. Nach der Highschool erlebte er jedoch ein Burnout und verspürte das Bedürfnis nach einer neuen Ausdrucksform für seine Kreativität. So wandte er sich der Mode zu und entdeckte ganz selbstverständlich seine Leidenschaft für Styling und Modeling.

„Ich habe nie darüber nachgedacht, Model zu werden“, erinnerte sich Julian. „Aber als ich älter wurde und anfing, Kleidung zu kaufen, Fotos zu machen und sie auf Instagram zu posten, sagten die Leute: ‚Julian, du könntest Model sein!‘ Styling fühlte sich für mich eher nach Arbeit an, aber das Modeln hat mich gefunden.“

Dieser natürliche Übergang vom Tanz zur Mode und zum Modeling machte für Julian Sinn. Er erkannte, dass die Fähigkeiten, die er durch das Tanzen entwickelt hatte – ein Verständnis für Bewegung, Flexibilität und Präsenz – auch beim Modeling eine Rolle spielten. „Ich habe erst im Nachhinein erkannt, dass das zusammenhängt. Beim Fotografieren war es für mich ganz selbstverständlich, und dafür bin ich dankbar.“


Julian sprach offen über die Herausforderungen, verletzlich und authentisch in der Welt des Modelings zu sein, insbesondere wenn man sich auf unbekanntes Terrain begibt. Seine Erfahrungen als Model zeigen, wie wichtig es ist, sich auf Unbehagen einzulassen und man selbst zu sein – in Situationen, in denen Perfektion nicht das Ziel ist.

„Das Modeling für Baserange war ungefiltert“, sagte Julian. „Es war mein erstes Shooting in Boxershorts, und es fühlte sich anders an. Aber ich musste lernen, mich darauf einzulassen. Beim Modeln muss man einfach da sein, sich bewegen und mit dem Moment gehen.“

Diese Form der Verletzlichkeit erforderte von Julian, die Kontrolle abzugeben – etwas, mit dem er sich auseinandersetzen musste, als er vom Styling vor die Kamera wechselte. Er erzählte, wie das Modeling ihn gelehrt hat, flexibel zu sein und das Bedürfnis nach Perfektion loszulassen.

„Verletzlichkeit fällt nicht immer leicht“, gab er zu. „Aber ich respektiere jeden, der wirklich er selbst ist. Diese Welt kann grausam sein. Deshalb ist es die erfüllendste und ehrlichste Art zu leben, kompromisslos man selbst zu sein.“

Julians Weg als Kreativer beschränkt sich nicht nur auf Modeling oder Styling. Er sprach über seinen Umgang mit dem Leben als fortwährenden Entwicklungsprozess und betonte, dass es entscheidend ist, sich selbst treu zu bleiben, um eine tiefere Bestimmung zu finden. Sein Instagram-Account ist nicht nur eine Plattform zur Selbstdarstellung, sondern ein Ort, an dem er seine Entwicklung und seinen kreativen Ausdruck dokumentiert.

„Ich bezeichne mich selbst als Marke, weil ich das Gefühl habe, mich ständig weiterzuentwickeln“, erklärte er. „Ich nutze Instagram wie ein Tagebuch und dokumentiere mich selbst. Es geht darum, mir selbst treu zu bleiben und nicht in die Form eines anderen passen zu wollen.“

Diese Haltung prägt auch seine Zukunftspläne. Derzeit studiert Julian Fashion Merchandising und möchte nicht nur seine Marke als Model und Stylist weiter aufbauen, sondern auch im kreativen Bereich neue Grenzen ausloten. Sein Fokus liegt darauf, Spaß zu haben, bewusst zu handeln und neugierig zu bleiben – wichtige Voraussetzungen für jede kreative Reise.

Auf die Frage, welchen Rat er anderen jungen Kreativen oder Menschen geben würde, die nach ihrer Bestimmung suchen, war Julians Botschaft einfach und zugleich tiefgründig: „Stellt Gott immer an die erste Stelle und seid kompromisslos ihr selbst.“

Diese Weisheit, die aus seinen eigenen Erfahrungen heraus entstanden ist, hat uns tief berührt. Julians Weg ist ein Zeugnis für die Kraft von Selbstausdruck, Kreativität und Verletzlichkeit. Er erinnerte uns daran, dass es in Ordnung ist, die Richtung zu ändern, neue Wege einzuschlagen und sich auf das Unbekannte einzulassen. Gerade in Momenten der Unsicherheit finden wir oft das größte Wachstum.

Während Julian sich beruflich weiterentwickelt, freuen wir uns darauf, ihn auf diesem Weg zu begleiten. Seine Leidenschaft, Authentizität und Entschlossenheit sind eine Inspiration für alle, die ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten möchten, und wir sind gespannt darauf, was die Zukunft für Julian und seine Marke bereithält.