Community Conversations
mit Alex & Dydine
Episode 1
Was muss deiner Meinung nach in unserer Gemeinschaft geschehen, damit die aktuelle Dynamik erhalten bleibt und wir echte Veränderungen bewirken können?
Zu Gast: André Lovelle. Wandel in unserer Gesellschaft gestalten.
Ich glaube, das ist die Frage, die sich viele Menschen stellen. Ich habe einen Freund. Er heißt Elijah Roberson und hat über das Konzept der „Erschöpfung von Verbündeten“ geschrieben, das leider offenbar bereits ein Problem ist.
Im Grunde ging es in dem Artikel darum, dass bestimmte Gruppen innerhalb unserer Gemeinschaft von Verbündeten es leid sind, ständig darüber nachzudenken. Soziale Ungerechtigkeit ist kein angenehmes Thema. Damit wir also die Dynamik aufrechterhalten können, habe ich gesagt, dass es an uns liegt, denjenigen, die tatsächlich darunter leiden, sich auf das Privileg der Menschen zu stützen, die sich als unsere Verbündeten verstehen. Wenn unsere Verbündeten uns also fragen, was sie tun können – eine Frage, die ihr beide sicher immer wieder gestellt bekommt.
Mir wurde sie ebenfalls immer wieder gestellt. Und meine Antwort lautet: Ihr habt Zugang zu Menschen und Verbindungen zu Menschen, zu denen ich keinen Zugang habe und die möglicherweise rassistische Vorstellungen oder menschenfeindliche Ideale vertreten. Klärt sie auf, sprecht mit ihnen, setzt euch mit ihnen auseinander. Denn ich glaube, wenn Dinge aus dem Gleichgewicht geraten, sehen wir gerade, wie eine Randidee, eine Randbewegung, ins Zentrum gerückt ist.
André Lovelle
Das Gespräch fand als Instagram Live statt
8. August 2020
Biografie von André Lovelle
André Lovelle ist ehemaliger Pädagoge und Autor und stammt aus Washington, D.C. Im Jahr 2005 begann André sein Schreibprojekt mit einem Blog namens Blaxplanation. Er nutzte diesen Blog als Plattform, um sich mit dem Leben Schwarzer Menschen auseinanderzusetzen und einen Dialog über die vielfältigen und reichen Kulturen der Welt anzustoßen. Er sagt: „Wir dürfen nicht immer zulassen, dass Angst bestimmt, wie wir mit der Welt umgehen oder wie wir unser Leben führen. Denn man kann sich selbst nicht vollständig verwirklichen, wenn man ständig aus Angst heraus handelt.“